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Als Tino’ta den das erste Mal vor Hauptmann Orman steht, bzw. liegt, ist sie voller Zorn. Doch dann muss sie erkennen, dass die Welt nicht einfach schwarz und weiß ist. Dass der Mensch, der so gar nicht ihrem Feindbild entsprechen will, ihr Herz schneller schlagen lässt, verwirrt die junge Orkjägerin anfangs. Während der Krieg zwischen den Rassen schier unaufhaltsam voranschreitet, erkennt Tino’ta, dass sie nur gemeinsam ihre Völker vor dem Untergang bewahren können. Und insgeheim wächst in ihr der Wunsch nach einer ganz anderen Gemeinsamkeit …

Ork und Mensch? Geist und Vampir? Welche fantastische oder mystische Liebesbeziehung spukt in Deiner Fantasie herum? Was wären die Probleme dieser Beziehung? Welche Möglichkeiten hätten die Liebenden, zueinander zu finden?

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So erniedrigend

Es war so erniedrigend! Der Mensch hatte sie getragen! Wie ein kleines Kind! Immer noch verschnürt und hilflos hatte er sie aufgehoben und sich einfach über die Schulter geworfen. Ihre Versuche, sich aus seinem Griff zu befreien, waren vergeblich gewesen. Und jetzt hatte er sie auch noch dem anderen Menschen wie ein Brautgeschenk vor die Füße gelegt. Vor Wut hätte Tino‘ta heulen können. Wenn sie nur aus ihren Fesseln herauskäme, wenn sie doch nur ihre Arme wieder gebrauchen könnte, sie würde es diesen Menschen schon zeigen. Sie würde ihnen ihre Arroganz mitsamt ihrem Leben austreiben.

Sie richtete ihren Zorn auf den großen Mann, vor dessen Füßen sie nun lag und der sie mit einem gewissen Grad an Neugier und Überraschung betrachtete.

»Warum hast du sie gefangen?« In der Stimme des Mannes war kein Vorwurf, er akzeptierte die Entscheidung des Anderen, wollte aber den Grund verstehen.

»Das habe ich nicht, Hauptmann«, antwortete nun der Mann, der maximal ein Jahr älter war als sie selbst. »Ich habe sie so gefunden. Sie lag verschnürt wie ein Päckchen in einer Bodensenke. Vielleicht hat sie jemand dort verloren, obwohl ich eher glaube, dass sie demjenigen, der sie so fein eingeschnürt hat, entkommen ist. Es ist schwer, sie zu halten. Sie ist wie eine Wildkatze. Sie hat mich sogar in den Rücken gebissen.«

Der Mann, den der andere als Hauptmann angeredet hatte, kniete sich neben Tino‘ta nieder und sah ihr ins Gesicht. Sie überkam das seltsame Gefühl, seine grünen Augen vorher schon mal gesehen zu haben. Mit voller Kraft zerrte sie an ihren Fesseln, doch das Einzige, was sie bewirkte, war ein stechender Schmerz in der Schulter.

»Mein Name ist Orman.« Seine Stimme war tief und schwang in ihren Eingeweiden nach. Tino‘ta antwortet nicht. Ihre Augen sprühten Funken vor Zorn.

»Ich will wissen, was da vor uns passiert«, fuhr er nach einigen Augenblicken fort. »Irgendetwas geht heute Nacht in diesem Wald vor sich und ich denke, du kannst mir etwas darüber erzählen. Alles, was ich will, sind ein paar Antworten.«

Was bildete er sich ein?! Das war Orkland, wie konnte er hierherkommen und sie, gefesselt und hilflos, verhören, als sei sie der Eindringling und nicht er. Dass er dabei so ruhig blieb, machte alles noch schlimmer. Tino‘ta bäumte sich auf. Ein unartikulierter Zorneslaut drang aus ihrer Kehle, sie wollte ihn schlagen, ihn beißen, aber er wich nicht einmal zurück. Tränen der Wut liefen ihr übers Gesicht. Verzweifelt und erschöpft sank sie zurück auf den Waldboden.

»Du willst also nicht antworten? Oder verstehst du mich nicht?«

Natürlich hatte sie die Sprache der Menschen der Grenzlande gelernt. Eine Notwendigkeit für die Orks, die jedes Jahr durch diese Gegend zogen, um zu ihren Winterquartieren zu kommen, aber erst in diesem Moment wurde ihr bewusst, dass er zu ihr nicht in seiner, sondern in ihrer Sprache gesprochen hatte. Ein Riss aus Verwirrung ließ den Damm der Wut brechen.

Ork Wagen 2»Nein! Ich will nicht!« Sie wusste, wie dumm ihre Worte klingen mussten. »Fühlt ihr euch stark, weil ihr eine gefesselte Frau verhöhnen könnt? Was haben wir euch getan? Wenn ihr uns vernichten wollt, dann versucht es doch im offenen Kampf! Aber dafür habt ihr keinen Mut. Das ist unser Land! Ihr habt hier nichts zu suchen. Ihr kommt hierher und führt euch auf, als wärt ihr die Herren. Ihr schlachtet unsere Kinder ab, vergewaltigt hilflose Mütter und verbrennt unsere Wagen. Warum? Ihr …« Tino‘ta verstummte. Sie hatte jede Reaktion von dem Menschen erwartet: Wut, Aggressivität, sogar ein Messer zwischen den Rippen, aber sie würde nie wieder diesen Ausdruck von Schmerz und Entsetzen vergessen, der für einen winzigen Moment in seinen grünen Augen aufleuchtete. Das Gefühl, in seine Seele geblickt zu haben, raubte ihrer Wut die Worte.

Orman richtete sich auf. Fast nebenbei wurde ihm bewusst, dass einige seiner Männer zu ihm getreten waren. »Schneide sie los«, befahl er an Lacaru gewandt. Und als er das Zögern des Mannes bemerkte, fügte er ein »Tu es« hinzu, das viel schärfer klang, als er beabsichtigt hatte.

»Du bist frei«, sagte er zu Tino‘ta.

»Was?«

»Nun, du kannst gehen. Wie du sagtest, es ist euer Land und ich habe weder das Recht noch die Absicht, dich hier festzuhalten. Ich werde auch allein herausfinde, was hier vor sich geht.«

Leseprobe aus „Der Traum der Jägerin

 

Zu spät!

Fackeln erhellten die Nacht als Orman mit seinen Männern auf die Mauern Kolfurts zuritt. Der Mond schimmerte rot auf den Fluten des Parzevals. Die Luft war noch immer mit dem Gestank des Brandes schwanger.

Flackerndes Licht ließ Schatten über eine frisch ausgehobene Grube zur Linken der Straße huschen. Fünf Männer standen dort und beobachteten die Reiter misstrauisch. Sie hatten sich Tücher vors Gesicht gebunden. Mehrere in grobes Leinen eingeschlagene Bündel lagen zu ihren Füßen im feuchten Gras. Aus einem der Bündel ragte eine zierliche Hand.

Orman zügelte seinen Rappen und blickte zu dem Hügel, der sich zwischen dem Massengrab und der Stadtmauer erhob. Hunderte von Menschen hatten sich dort versammelt.

Mit flauem Gefühl im Magen gebot Orman seinen Leuten zu warten und ritt die Flanke des Hügels hinauf. Zäh und unwillig teilte sich die Menge vor ihm. Schweigend starrten die Menschen ihn an. Ihre Blicke erzählten von Angst, Wut und Reue. Einige der fahlen Gesichter waren rußgeschwärzt. Andere wiesen Schrammen oder Verbände auf. Doch allen gemeinsam war das beklommene Misstrauen, mit dem sie den Hauptmann beäugten.

Zu spät! Patrars Worte hallten in Ormans Kopf wieder. Aber das hatte er nicht gemeint, oder? Und zu spät war ein sehr dehnbarer Begriff. Für die Menschen, die neben der Grube im Gras lagen, war es definitiv zu spät. Aber was ihn auf dem Hügel erwartete, machte ihm wirklich Sorgen. Es war diese Art von Hügel, der zu jeder Stadt gehörte, die eine eigene Gerichtsbarkeit besaß. Gut in Sichtweite, damit er seine abschreckende Wirkung aufrechterhielt, und doch so weit weg von den Mauern, dass der Gestank nicht ständig präsent war. Faszination und Bedrohung gingen davon aus, es war ein Ort der Endgültigkeit. Normalerweise waren diese Hügel kahl, doch in Kolfurt hatte man eine Reihe Bäume so angepflanzt, dass die eigentliche Hinrichtungsstätte von der Straße nicht sofort einsehbar war. Eine gnädige Maßnahme, die vermutlich dazu diente die Kaufleute und Händler, welche die Stadt am Leben hielten, nicht schon bei ihrer Ankunft abzuschrecken.

Wenige Augenblicke später erreichte Orman den Gipfel des Richthügels. Der alte Galgen war leer. Doch unweit davon hatten die Stadtbewohner ein neues Schafott zusammengezimmert. Große Teile des Baumaterials stammten offensichtlich von den riesigen Wagen mit der charakteristisch gebogenen Deichsel, die auf der anderen Seite des Hügels in einem kleinen Hain standen. Orman zählte ein Dutzend Fahrzeuge. Das frisch errichtete Gerüst aus drei Längs- und fünf Querbalken trug reichlich Früchte. Dicht aufgereiht hingen die Leichen der Orks: Männer, Frauen und Kinder – keiner war verschont worden.

Ja, dachte Orman, das bedeutet ‚zu spät‘.

Leseprobe aus „Der Traum der Jägerin
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Lass uns spielen

Jisbhia lies sich in den Sessel fallen. Trotz ihres geringen Gewichtes knarzte das altersschwache Möbelstück verdächtig. Aufgewirbelte Staubkörner fingen das Licht des Nachmittags ein, das dem silbrig blonden Haar der Elfe einen bläulichen Hauch verlieh. Der Geruch von Herbstlaub und feuchtem Lehm wehte durch das halb geöffnete Fenster herein. Jisbhia zog die Beine an und verschränkte sie im Schneidersitz, während sie sich tiefer in die Polster lümmelte. Ihr dünner Körper steckte in dem gleichen abgetragenen blauen Wollhemd und der betagten braunen Lederhose, mit der Tino‘ta sie kennengelernt hatte. Ein spitzbübisches Lächeln glitt über ihre Züge. »Und, große Jägerin, hast du es dir überlegt?« Ein Messer mit breitem Blatt und leichtem Heft tauchte wie aus dem Nichts in ihrer rechten Hand auf. Sie ließ die Klinge zwischen den feingliedrigen Fingern tanzen und warf sie dann in die Höhe. Dass Messer vollführt einen Überschlag und die Elfe fing es, ohne hinzusehen, mit der Linken aus der Luft. So unvermittelt, wie es aufgetaucht war, verschwand es wieder. »Spielen wir?«

»Er ist niemand, um den man spielt«, erwiderte Tino‘ta scharf. Ihre Augen schienen bernsteinfarbene Funken zu sprühen. »Und wenn du deine nimmersatten Finger nach ihm ausstreckst, schneide ich sie dir ab.«

»Ich will ihn dir doch nicht wegnehmen«, Jisbhias Stimme klang bestürzt. »Ich will nur ein kleines Spiel. Er ist ein Mann und du musst ihn ständig auf dich aufmerksam machen. Es reicht nicht, in voller Kampfmontur neben ihm herzureiten. Du musst seine Phantasie beflügeln. Wir spielen nicht um ihn, sondern nur darum, wer Recht hat. Er bleibt dein, egal, wer von uns gewinnt. Und überleg doch nur, wie falsch sich das anhört: der Prinz und die Artistin. Nein«, ihre Stimme nahm wieder den spitzbübischen Klang an, »das ist nicht möglich. Das klingt fast so undenkbar wie Prinz und Jägerin oder Prinz und Ork, oder … ups«. Sie legte den Kopf leicht schräg.

Ich sollte sie gleich hier töten, dachte Tino‘ta. Sie ist gefährlich. Alles ist für sie ein Spiel. Irgendwann wird sie uns durch ihre Leichtlebigkeit in Gefahr bringen, und spätestens dann gibt es Tote. Dem Zirkusvolk konnte man eben nicht trauen: Lügner und Diebe waren sie allesamt. Und Jisbhia war der lebende Beweis dafür. Sie musterte die Elfe abschätzend. Auf dem Seil mochte sie ja eine gute Figur abgeben und da war es bestimmt auch von Vorteil, die Weiblichkeit eines kleinen Jungen zu haben. Aber wie sie auf die Idee kam, ihr Ratschläge bei Männern geben zu wollen, war Tino‘ta schleierhaft. Welcher Mann wollte eine Frau, die aussah wie ein Knabe: mit kurzen Haaren, bleichem, Sommersprossen übersätem Gesicht und gekleidet wie ein Bettler. Ja, sie wusste, dass sie selbst nicht das Auftreten einer dieser herausgeputzten Menschendamen hatte, wie sie in den Städten zu finden waren, doch Orman lag nichts daran. Er schaute hinter die Fassade. Er war nicht wie andere Männer. Für ihn zählte die Persönlichkeit. Und Jisbhia konnte ihr da nicht das Wasser reichen. Also warum sollte sie es der eingebildeten Elfe nicht beweisen. Wenigstens würde sie dann still sein.

Tino‘ta nickte. »Ja, Zirkusmädchen«, sagte sie scharf. »Wir spielen. Doch er wird dich nicht einmal bemerken.«

Mit einem Lachen, das nach dem Läuten silberner Glöckchen klang, sprang Jisbhia auf. Leichtfüßig eilte sie die Treppe zu den Schlafräumen hinauf.

Tino‘tas Blick folgte ihr stumm.

***

Seide flüsterte, als die Frau die Stufen hinab schritt. Die Gespräche im Schankraum verstummten. Alle Augen hefteten sich auf die Treppe, wie magisch angezogen von der Frau in dem blauen Kleid. Mit silbernen Fäden durchwirkt, lag es eng am Körper seiner Trägerin an und betonte ihre sanfte Weiblichkeit. Sie hielt den Kopf erhoben. Dem schlanken Hals folgte ein tiefer Ausschnitt. Zwei hüftlange, silbrig blonde Zöpfe unterstrichen ihre zierliche Figur. Ein silbernes Diadem, dessen einziger blauer Stein das Licht der untergehenden Sonne in tausend Facetten zurückwarf, zierte ihre hohe Stirn. Ein Hauch aufgetragener Farbe verstärkte den Schwung ihrer Lippen und hob die Mandelform ihrer Augen hervor. Von den Spitzen ihrer filigranen Ohren ging ein feines Glitzern aus. Trotz ihrer geringen Körpergröße schien sie den Raum zu dominieren.

Das Scharren eines Stuhl auf den ausgetretenen Steinfließen durchbrach die Stille. Jemand seufzte sanft.

Die Frau erreichte den Fuß der Treppe. Tino‘ta stieß einen tonlosen Laut aus, als sie Jisbhia erkannte. Für einen Moment schaute die Elfe der Orkjägerin direkt in die weit aufgerissenen Augen. Kaum merklich zog ein spöttisches Lächeln über ihren Zügen, dann wandte sie sich Orman zu, der in der Nähe der Treppe stand und sie unverhohlen anstarrte.

Sanft neigte sie den Kopf, die Lippen leicht geöffnet. Sie blinzelte zweimal betont langsam und hob ihre Hand ein wenig. Nur Tino‘ta schien den triumphierenden Ausdruck in den Augen der Elfe zu bemerken, als Orman wie betäubt nach ihrem Arm griff und sie zum Esstisch geleitete.

Leseprobe aus den zweiten Obsi’tia Band – „Der Vorhang fällt“ 

Der Traum der Jägerin

OE1 TB„Der Traum der Jägerin“ ist der erste Band meiner Obsi’tia Fantasy Reihe.

Die junge Orkjägerin Tino’ta gerät unvermittelt in die Wirren eines beginnenden Krieges zwischen Orks und Menschen. In der Hoffnung, ihre Sippe retten zu können, muss sie feststellen, dass der Einzige, der ihr helfen kann, ausgerechnet ein Mensch ist. Dass Orman auch noch ihr Herz schneller schlagen lässt, kann Tino’ta so gar nicht gebrauchen, denn je mehr sich das Ziel der vermeintlichen Kriegstreiber herauskristallisiert,  desto sicherer scheint, das der Krieg nur ein Nebeneffekt eines viel finsteren Planes ist.

„Der Traum der Jägerin“ ist als Taschenbuch und als eBook bei Amazon und bei Kobo erhältlich.

Klappentext: Obsi‘tia erzittert; das zweite Zeitalter neigt sich einem blutigen Ende entgegen. Mehrere Gräueltaten erschüttern die Grenzlande.
Fassungslos und voller Wut steht die junge Orkjägerin Tino‘ta vor den sterblichen Überresten einer abgeschlachteten Sippe. Bei der Leiche eines kleinen Orkmädchens schwört sie Rache. Der Feind scheint klar: die Menschen.
Auf ihrer Jagd nach den Mördern trifft sie auf Orman, ein Hauptmann der Menschen. Tino‘ta muss feststellen, dass ihr Herz nicht immer ihrem Verstand gehorchen will. Doch welche Rolle spielt die geheimnisvolle Evana in seinem Leben?
Als Tino‘ta erfährt, dass auch unter den Menschen Massaker stattgefunden haben, erkennt sie, dass hinter dem Offensichtlichen eine dunkle Wahrheit schimmert.
Doch was, wenn auch diese „Wahrheit“ nur eine weitere Fassade im Ränkespiel des grauen Priesters ist?

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